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DTM: Rocky glänzt als Slotcar- und Taxi-Fahrer

24.11.2018 (Speed-Magazin.de) Mike Rockenfeller ist ein vielbeschäftigter Mann. Im portugiesischen Estoril testete der Audi-Werksfahrer in der vergangenen Woche die 2019er-Generation des DTM-Autos aus Ingolstadt. In der Autostadt in Wolfsburg tauschte der DTM-Champion von 2013 sein Fahrzeug kurz darauf gegen eines im Maßstab 1:24 aus. Und anderntags traf „Rocky“ in Hockenheim einen prominenten Trainer aus der Fußball-Bundesliga. Der Reihe nach…

Am vergangenen Wochenende fand das seit 1991 ausgetragene 24-Stunden-Rennen der RCCO-Slotcar-Serie zum ersten Mal in der Autostadt in Wolfsburg statt. Das Event lockte viele Besucher in den Volkswagen-Pavillon und war Schauplatz eines spektakulären Langstrecken-Rennens. Die RCCO (Rallyeracing Carrera Cup Organisation) bezeichnet sich selbst auch als „große kleine Serie“. Mike Rockenfeller war dabei für das Team Schaeffler fünf Mal jeweils eine Stunde am Drücker. Am Ende jubelte nach 5065 Runden das Team Nexgen Racing von Abt Sportsline.

ALTE CARRERA-BAHN WIRD NUN AUS DER GARAGE GEHOLT
„Stellenweise habe ich gedacht, worauf habe ich mich da eingelassen. Mal abgesehen vom Stress wusste ich nicht, macht es mir überhaupt Spaß. Und ich muss sagen, es war total cool in vielerlei Hinsicht. Meine Familie hat sich die Autostadt angeschaut, die sehr beeindruckend ist. Es war eine coole Location und es hat wirklich Spaß gemacht. Es war faszinierend und ich kann mir vorstellen, das später mal als Hobby zu vertiefen“, sagt Rockenfeller, der zu Hause in der Garage im Schrank noch eine zehn Jahre alte Carrera-Bahn stehen hat. „Hochkant, wie es sich gehört. Ich werde sie aber jetzt auskramen. In Wolfsburg gab es eine Bahn für die Kinder. Und mein Großer, der ist jetzt vier Jahre alt, der ist angefixt, der will unbedingt Carrera-Bahn spielen mit dem Papa.“

MIT DEM RENNTAXI ÜBER DEN HOCKENHEIMRING

Rocky beim 24h-Slotrace in Wolfsburg
Rocky beim 24h-Slotrace in Wolfsburg
© DTM | Zoom
Am nächsten Morgen um sechs Uhr machte sich der 35-Jährige dann schon wieder auf den Weg in Richtung Baden-Württemberg. In Hockenheim hatte Rockenfeller einen Termin mit einem Champions-League-erprobten Fußball-Trainer. Julian Nagelsmann stieg als sein Beifahrer in das Audi RS5 DTM Renntaxi. Der Coach der TSG Hoffenheim war zwei Jahre zuvor schon einmal bei einem Rennen in Hockenheim mit dem Renntaxi bei Daniel Abt mitgefahren. „Wir hatten Glück, dass es nicht geregnet hat und wir bei den momentanen Wetterbedingungen fahren konnten. Vor allem für ihn war es eine Erfahrung. Er ist ein entspannter, normaler Typ, motorsport-affin. Wir haben ein bisschen gequatscht. Er hat mir erzählt, was er privat fährt. Er hat schon mal mit ein paar PS zu tun gehabt.“

Natürlich wurde dabei auch über die schönste Nebensache der Welt philosophiert. Wenngleich der leidenschaftliche Rennradfahrer Rockenfeller den Fußball in der Bundesliga nur am Rande verfolgt. Einen bevorzugten Verein hat er dennoch. „Ein Fan ist jemand, der das viel verfolgt. Ich bin Sympathisant des 1. FC Köln. Mein Vater ist Fan des FC, deshalb habe ich mich da auch immer etwas hingezogen gefühlt. Ich gehe aber gerne mal ins Stadion, wenn es sich ergibt. Die Faszination Fußball kann ich total nachvollziehen, für mich persönlich gibt es aber wichtigeres.“


DTM / ND


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