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DTM: Robin Frijns - Der neue, schnelle Schwede

11.05.2018 (Speed-Magazin.de) Der Jüngste war der Beste der drei Rookies. Für Audi-Pilot Robin Frijns (26) und BMW-Pilot Philipp Eng (28) hieß es am ersten DTM-Wochenende am Hockenheimring Baden-Württemberg: außer Spesen nichts gewesen. Joel Eriksson hingegen lieferte am Sonntag in beeindruckender Manier ab. Der 19 Jahre alte Schwede stellte seinen BMW M4 DTM auf Platz drei in die Startaufstellung und sammelte als Vierter des Rennens weitere wertvolle Punkte. 

Innerhalb von 24 Stunden verbesserte sich der Mann aus Tomelilla enorm. Am Samstag wurde er nur Zwölfter im Rennen und hatte nach dem Qualifying noch einen Rückstand von 0,530 Sekunden auf Polesetter Gary Paffett. Anderntags fehlten ihm in seiner besten Runde nur noch 0,234 Sekunden auf Glock.

Eriksson hielt die alten Hasen zeitweise in Schach
Eriksson hielt die alten Hasen zeitweise in Schach
© DTM | Zoom
„Mein zweites DTM-Rennen als Vierter zu beenden, ist keine Schande. Ich setze mir aber immer hohe Ziele. Mir haben alle auf die Schultern geklopft, das war wirklich toll. Ich bin ein wenig enttäuscht. Denn ich will immer gewinnen. Ich wollte das Maximum. Ich bin aber happy. Ich habe jetzt schon einige Punkte in der Tasche und bin Sechster in der Meisterschaft“, sagte der ehrgeizige Eriksson.

„Hut ab vor seiner Leistung. Joel war extrem gut im Qualifying am Sonntag. Er hat es auf den Punkt gebracht. Er war einfach besser. Ich habe zwar viel Erfahrung, aber er kommt aus der Formel 3, ich aus dem GT-Sport. Für ihn fühlt sich das DTM-Auto wahrscheinlich natürlicher an“, sagte Eng über den Markenkollegen, der im letzten Jahr Vizemeister in der FIA Formel-3-Europameisterschaft geworden war.

Dabei erwischte Eriksson gar keinen guten Start. Nach Runde eins war er nur noch Fünfter. Nach Runde drei war er sogar bis auf Platz sieben zurückgefallen. „Im ersten Stint fehlte mir etwas die Geschwindigkeit. Aber nach dem Boxenstopp lief das Auto richtig gut. Leider habe ich am Ende die Kämpfe mit Gary verloren. Es war etwas schwierig, Ich bin vorher in die Box gefahren. Ich wusste, meine Reifen sind älter. Ich musste mich an meinen Plan halten und mich auf meinen Stint konzentrieren, das Reifenmanagement und so weiter“, sagte Eriksson. Während er in Runde zwölf die Reifen wechselte, kamen Glock und Paffett zwei beziehungsweise drei Runden später in ihre Box.

Platz drei im Qualifying am Sonntag
Platz drei im Qualifying am Sonntag
© DTM | Zoom
Der junge Schwede war rasant unterwegs. Das ließ sich auch durch Zahlen untermauern. Im ersten und dritten Streckenabschnitt fuhr er die jeweils zweitbeste Zeit und seine schnellste Rennrunde in 1:34,666 Minuten konnte lediglich Paffett unterbieten (1:34,069). Neun Runden vor dem Ende passierte Eriksson Mercedes-AMG-Pilot Paul Di Resta und war auf Podiumskurs. Vier Runden danach fuhr aber Mike Rockenfeller im Audi noch an ihm vorbei. Dennoch gab es ein großes Lob des späteren Siegers Timo Glock: „Ich habe im Rückspiegel gesehen wie Joel Gary beschäftigt hat, das hat mich sehr gefreut. Das hat er sehr gut gemacht. Als Rookie hat er da schon mal einen sehr guten Einstand gehabt und mir Schützenhilfe gegeben. Das war schon beeindruckend, auch dass er das Auto im Qualifying da vorne reingestellt hat. Hut ab.“


DTM / ND


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