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DTM: Rene Rast "Besser so, als wenn man Letzer ist"

30.06.2017 (Speed-Magazin.de) Im Fußball würde man sagen: Audi-Pilot René Rast war in Budapest der „Man of the match“. Zwei Pole Positionen, der erste Sieg, die Führung in der Gesamtwertung. DTM.com hat den Mann der Stunde in Hinblick auf das nächste Rennen am Norisring befragt und dabei besonders seine Erfahrungen am Simulator und im Rennen auf dem einzigen Stadtkurs der Serie miteinander verglichen.

René, nach diesem sehr erfolgreichen Wochenende in Budapest, wie groß ist abseits der Rennstrecke die Nachfrage nach deiner Person?
„Das Medien-Interesse hat ein bisschen zugenommen. Aber, für mich ist das ein netter Nebeneffekt. Wenn man erfolgreich ist, macht man das gerne. Besser so, als wenn man Letzter ist, und keiner mit einem reden will.“

Auch am Norisring wirst du zum ersten Mal in einem DTM-Auto sitzen. Du hast bekanntermaßen eine Leidenschaft für Computerspiele. Wirst Du die Strecke dieser Tage wieder am Simulator erkunden?
„In der Woche nach dem Hungaroring bin ich noch nicht dazu gekommen. Ich war nach Budapest viel unterwegs. Ich habe drei Möglichkeiten: zu Hause, bei Audi oder bei Rosberg. Ich werde diese Woche bei Rosberg sicher ein paar Tage am Simulator verbringen.“

Wie viele Runden fährst Du da so?
„In Runden kann man das gar nicht so genau beziffern, eher in Stunden. Es geht morgens um neun Uhr los, dann machst Du eine kleine Mittagspause. Nach einer Stunde sitzt Du wieder im Simulator und das geht dann bis abends um acht, je nachdem wie lange wir brauchen.“

Im Simulator kannst Du auch mal im Kiesbett oder an der Mauer landen. Dann klickst Du auf Neustart. Hattest Du als Rennfahrer am Norisring mal ein unliebsames Erlebnis?
"Das ist ewig her. Im Polo-Cup kam ich aus der letzten Kurve raus, dann kommt ein Linksknick und links neben mir war einer, der mir auf das Rad gefahren ist und da habe ich mich in die Mauer reingedreht. Ansonsten bin ich bisher relativ glimpflich davongekommen, mit wenig Kontakten."

Ist ein Stadtkurs schwieriger zu simulieren?
"Das wird wahrscheinlich ein bisschen schwieriger werden. Die Kurvenverläufe sind relativ einfach. Die Bodenwellen zu simulieren ist auch auf dem Simulator möglich. Aber es wird nie hundertprozentig akkurat sein, nie so wie im wahren Leben."

Du hast den Norisring im Porsche Carrera Cup ja auch real schon umfahren. Was kannst Du zur Strecke sagen?
„Es ist keine einfache Strecke. Auch wenn es nur vier Kurven gibt, ist es trotzdem eine große Herausforderung, weil es ein Straßenkurs ist, wo jeden Tag normale Autos lang fahren. Dadurch ist es am Anfang des Wochenendes teilweise sehr dreckig, das wird aber mit jeder Session besser. Das muss man im Kopf behalten. Zudem gibt es sehr viele Bodenwellen. Gerade beim anbremsen, wird man am Anfang viele stehende Räder sehen. Auch die Schikane wird sehr wenig Grip haben, da muss man sich drauf einstellen. Wir müssen ein Setup finden, dass über die Bodenwellen geht und am besten auch noch einen guten Top-Speed hat. Der gute Kompromiss ist gefragt.“


DTM / ND


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