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DTM: Paffett ist fit und greift in Moskau mit neuem Auto wieder an

Ekström:

21.07.2017 (Speed-Magazin.de) Das 27-Tausendstelsekunden-Finish vom Norisring beschäftigte zwei der Hauptdarsteller auch noch am Freitag bei der Pressekonferenz auf dem Moscow Raceway. Während Marco Wittmann sich versöhnlich gab, konnte sich Mattias Ekström einen kleinen Seitenhieb in Richtung des amtierenden DTM-Champions nicht verkneifen.

„In Schweden sagt man, wenn du zu langsam bist, wird dich jemand treffen. Ich habe gelernt Strafen zu akzeptieren, auch wenn sie mir nicht immer gefallen. Das ist ein Teil des Sports. Marco war zweimal Champion und will es ein drittes Mal werden. Dafür haben wir aber ja die Stewards, die so etwas regeln“, diktierte der mit 89 Punkten in der Gesamtwertung führende Audi-Pilot den anwesenden Journalisten in die Notizblöcke.

Wittmann hatte den an Position drei liegenden Ekström in der letzten Runde angeschoben, dadurch konnte Edoardo Mortara (Mercedes-AMG) noch auf das Podium fahren. Der BMW-Pilot hatte für das Verursachen der Kollision seine dritte Verwarnung in dieser Saison erhalten. Deswegen wird der Fürther in der Startaufstellung am Samstag um fünf Plätze zurückversetzt werden. „Das ist ausgeräumt. Mattias hat versucht mich zu blocken, ich habe ihn nicht mit Absicht berührt. Ich habe nun den Nachteil. Das Foto-Finish wird sicher in allen Saison-Rückblicken auftauchen“, sagte Wittmann, der letztes Jahr in Moskau nach der Pole-Position auch das Rennen am Sonntag für sich entscheiden konnte. Da hatte er allerdings noch nicht die Worte Ekströms vernommen.

Für „Eki“ lief es in der Nähe der russischen Hauptstadt im letzten Jahr nicht optimal. Mit Platz fünf und neun war er damals nicht zufrieden. Und die Verfolger Lucas Auer (Mercedes-AMG, 87), Maxime Martin (BMW, 78), Jamie Green (Audi/75) und René Rast (72) liegen auf der Lauer. „Jedes Jahr wird es in der DTM schwerer, ganz vorne zu landen. Du musst die Chance zu punkten ergreifen, wenn sie da ist. Die Leistungsdichte der Fahrer ist unglaublich. Wenn du ein gutes Wochenende hast, wie Maxime am Norisring, und über 50 Punkte sammelst, bist du wieder dabei. Ich denke, wir müssen noch drei Wochenenden abwarten, um genaueres sagen zu können“, so Ekström.

Sehr gut überstanden hat Gary Paffett den Horrorcrash von Nürnberg. Der Mercedes-AMG-Fahrer konnte schmerzfrei trainieren. Das Auto hingegen war zu sehr lädiert. Das Einsatzgerät des Briten wurde beim Einschlag in die Leitplanken und der anschließenden Kollision mit Mike Rockenfellers Audi derart stark beschädigt, so dass das ehemalige Testfahrzeug umgebaut und für Moskau vorbereitet wurde. Auch der Motor wurde getauscht.

„Ich bin mir sicher, das macht keinen Unterschied. Das Auto ist ja nicht neu für mich. Es wurde genau auf mich angepasst. Das war ein schwerer Unfall, die wird es aber immer wieder geben. Die gehören zu unserem Sport aber dazu. Das gab es in der Vergangenheit und wird auch in Zukunft so sein. Wir müssen uns bei den Ingenieuren bedanken, dass die DTM-Autos so sicher sind. „Rocky“ hatte etwas mehr Pech als ich mit dem Bruch des Mittelfußknochens, aber auch er war ja eigentlich in einem guten Zustand nach dem Crash“, so Paffett. 2016 war er am Samstag Schnellster des Qualifyings und wurde Dritter im Rennen, tags darauf lief es mit Rang 18 bei ihm gar nicht. „Ich habe hier unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Es wird nicht einfach für uns, auf anderen Rennstrecken würde ich mit etwas mehr Selbstvertrauen starten. Es wird dennoch unser Ziel sein, vorne mitzufahren.“


DTM / RB


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