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DTM Kalender 2018: Tradition und Neuland

Den Auftakt und das Finale der Saison bilden traditionell die Rennen auf dem Hockenheimring

20.02.2018 (Speed-Magazin.de) Bei der Wahl der Rennstrecken greift die DTM 2018 auf Altbewährtes zurück. Der Rennkalender gibt dem Motorsport-Fan in diesem Jahr aber auch die Möglichkeit, den einen oder anderen Ort neu zu entdecken. 20 Rennen auf neun aufregenden Kursen stehen in diesem Jahr auf dem Programm – das eine spannende Mischung aus Traditionsstrecken und modernen Grand-Prix-Kursen bietet. Wie in den vergangenen Jahren werden pro Veranstaltung jeweils zwei Rennen ausgetragen. Paritätisch aufgeteilt auf fünf Events in Deutschland und fünf im europäischen Ausland.

Den Auftakt (4.–6. Mai) und das Finale (12.–14. Oktober) der Saison bilden traditionell die Rennen auf dem Hockenheimring. Neben Hockenheim stehen in Deutschland weiter die Rennen am Lausitzring (18.–20. Mai), am Nürnberger Norisring (22.–24. Juni) sowie am Nürburgring (7.–9. September) auf dem Programm. Feste Größen sind weiter die Auslandsrennen in Budapest (Ungarn, 1.–3. Juni), Zandvoort (Niederlande, 13.–15. Juli) sowie Spielberg (Österreich, 21.–23. September). Neu im Kalender sind die Rennstrecken in Brands Hatch/England (11.–12. August) und Misano/Italien (24.–26. August).

RENN-ACTION IM BADEPARADIES
Der 4,2 Kilometer lange Misano World Circuit Marco Simoncelli feiert Premiere im DTM-Programm. Der italienische Badeort Misano liegt an der adriatischen Riviera in der Emilia-Romagna, wenige Kilometer südlich von Rimini. Die Strecke wurde 2006/2007 komplett umgebaut, um MotoGP-Läufe veranstalten zu können. Das Resultat ist eine moderne, abwechslungsreiche Fahrerstrecke mit unterschiedlichen Kurvenradien.


VOLLES ROHR AUF DER „BESTEN RENNSTRECKE DER WELT“
In Brands Hatch, im Südosten Londons, wurden zwischen 2006 und 2013 bereits acht DTM-Rennen ausgetragen, damals auf der nur 1,97 Kilometer langen Indy-Variante. Damit ist nun Schluss: 2018 geht es auf der längeren, aus Sicht vieler Motorsport-Fans einzig wahren Streckenvariante zur Sache: dem 3,9 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs, den DTM-Boss Gerhard Berger einst als „beste Rennstrecke der Welt“ bezeichnete. Brands Hatch wurde 1928 als Motorradkurs gebaut. Zwischen 1964 und 1986 gastierte dort auch 14 Mal die Formel 1.


DAS „WOHNZIMMER“ DER DTM
Der Hockenheimring ist neben dem Nürburgring die große Traditionsstrecke der Bundesrepublik. Die ersten Rennveranstaltungen datieren aus dem Jahr 1932. Seit der ersten DTM-Saison im Jahr 1984 ist Hockenheim – mit Ausnahme des Jahres 1985 und aller zwischenzeitlichen Umbaumaßnahmen zum Trotz – eine feste Größe im DTM-Kalender. Seit 1995 nimmt jede Saison in Baden-Württemberg ihren Anfang.


TRADITION „GRÜNE HÖLLE“
Der Nürburgring gilt als die Mutter aller Rennstrecken – der Begriff Tradition ist hier eigentlich noch zu schwach. Am 18. Juni 1927 ging das erste Rennen nach nur zweijähriger Bauzeit über die Bühne. Die legendäre Nordschleife des Nürburgrings ist bei Fahrern seither beliebt und gefürchtet zugleich. Spätestens, seit der britische Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart diese als „Grüne Hölle“ bezeichnete, war ein Mythos geboren. Die DTM tritt in der Eifel auf der Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses an.


EIN MODERNER KLASSIKER IN DER LAUSITZ
110.000 Zuschauer kamen am 20. August 2000 nach Klettwitz, um der Eröffnungsfeier des Lausitzrings beizuwohnen. Nur zwei Wochen später gab die DTM auf der östlichsten Rennstrecke der Republik ihr erstes Gastspiel – und ist bis heute in jedem Jahr wieder zurückgekehrt. Der Lausitzring ist somit die jüngste deutsche Rennstrecke im DTM-Rennkalender.


BESONDERE ATMOSPHÄRE IM „FRÄNKISCHEN MONACO“
Kurz und einfach nur gut. Der Norisring ist stets ein Höhepunkt in jeder DTM-Saison. Auf dem Nürnberger Zeppelinfeld zählen die DTM-Piloten zu den Stammgästen. Seit der Serien-Premiere im Jahr 1984 ging die DTM lediglich 1985 und 1986 am Norisring nicht an den Start. Es ist die Atmosphäre, die diese Veranstaltung zu etwas Besonderem macht. Der Norisring ist der einzig verbliebene echte Stadtkurs in Deutschland. Von der großen Steintribüne können die Zuschauer nahezu die komplette Strecke einsehen.


ÜBERHOLVERBOT IM „FLACHEN TELLER“?
1988 gastierte die Serie zum ersten Mal nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest. 2014 gaben die DTM-Piloten auf dem Hungaroring ihr zweites Gastspiel und 2016 kehrten die Piloten nach einjähriger Pause zurück auf die ungarische Rennstrecke, die wegen ihrer wenigen Überholmöglichkeiten berühmt-berüchtigt ist. Somit werden die DTM-Fahrer 2018 erst zum fünften Mal im ‚flachen Teller‘ ihre Runden drehen. Einen Beinamen, den der Hungaroring aufgrund seiner Topografie erhielt.


AN DER NORDSEEKÜSTE…
Die Strecke in Zandvoort ist in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Hier steuern die DTM-Piloten zwischen Dünen von Bucht zu Bucht – fast alle Kurven der niederländischen Strecke tragen diesen Begriff im Namen. Mehr als passend, liegt der Circuit Park doch nur einen Steinwurf von der Nordsee entfernt. Für Fans und Fahrer bedeutet dies: echtes Strandfeeling gepaart mit spektakulärer Renn-Action.


NERVENKITZEL AUF DER ALPEN-ACHTERBAHN
Nirgendwo sonst werden die DTM-Piloten mit derartigen Steigungen konfrontiert wie im österreichischen Murtal. Seit 2011 macht die Serie auf dem Red Bull Ring – der offizielle Name seit dem Wiederaufbau im Jahr 2010 – in jeder Saison Station. Das idyllische Alpenpanorama Spielbergs verleiht den Veranstaltungen ein besonderes Flair, das Streckenlayout bedingt stets spannende Rennverläufe.


DTM / ND


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