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DTM Hockenheimring: Phillipp Eng - Positive Erfahrungen, negative Ergebnisse

15.05.2018 (Speed-Magazin.de) Aller Anfang ist schwer. Es lief nicht rund für Philipp Eng an seinem ersten DTM-Wochenende. Der Österreicher belegte bei den Rennen am Hockenheimring Baden-Württemberg die Plätze 16 und 14. „Mit den Erfahrungen, die ich gesammelt habe, bin ich zufrieden, mit dem Ergebnis nicht“, sagte der 28-Jährige, der vor allem abseits der Strecke Neues kennenlernte. „Es ist sehr intensiv, es ist die ganze Zeit sehr viel zu tun. Du rennst von einem Meeting ins andere und musst dann auch noch im Rennauto performen. Aber es macht mir Spaß. Ich fühle mich wohl in der DTM und im Umfeld.“

Der DTM-Rookie ist im Motorsport kein unbeschriebenes Blatt. Der Mann mit dem Spitznamen „Peng“ hat Siege beim Porsche Carrera Cup Deutschland und bei den 24 Stunden von Spa in seiner Vita stehen. Dennoch zahlte der BMW-Pilot beim Saisonauftakt Lehrgeld. „Ich habe gemerkt, dass es einfach null Raum für Fehler gibt. Wenn du deine Reifen und dein Auto nicht zu hundert Prozent im Fenster hast, ist es sehr schwierig, speziell im Qualifying, vorne zu sein. 90 Prozent geht übers Qualifying. Wenn du deinen Job oder deine Hausaufgaben nicht richtig gemacht hast, stehst du halt hinten.“

In der DTM jagt ein Termin den anderen
In der DTM jagt ein Termin den anderen
© DTM | Zoom
In seinem Fall waren das die Plätze 15 und 18 in der Startaufstellung. Mit jeweils ähnlichen Abständen. Am Samstag fehlten Eng 0,726 Sekunden auf Gary Paffett und am Sonntag lagen 0,737 Sekunden zwischen ihm und Polesetter Timo Glock. „Wenn kein anderer auf der Strecke gewesen wäre, hätte ich gesagt, das passt. Top fünf, Top sechs. Dann wird dir angezeigt, du bist 18. Das ist dann halt schwierig. Man muss sich einfach anschauen, wer alles mitfährt, die machen keine Fehler. Du bist zwar 18. aber nur zwei Zehntel von Platz zehn weg. Das schaut immer schlimmer aus, als es ist. Aber das ist die DTM“, sagte Eng, der zu allem Überfluss beim ersten Rennen auch noch den Start versemmelte.

„Ich war überraschend relaxt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so ruhig bin. Als die Lichter ausgingen, bin ich zu schnell von der Kupplung gegangen. Und dann kriegst du sofort die Rechnung. Das Auto wird extrem vorgespannt, und wenn du zu früh anfängst mit dem Reload, dann bekommt die Kupplung sehr viel Temperatur. Da war ich unvorsichtig. Das war nichts.“

Doch aus Fehlern wird man klug und Eng weiß, woran er bis zum Lausitzring arbeiten muss. Immerhin machte er tags darauf im Rennen vier Plätze gut und fuhr in 1:34,830 Minuten die viertschnellste Rundenzeit. „Am Sonntag hat der Start gut geklappt. So kann es weitergehen. Ich hatte viele gute Fights. Ich habe fünf, sechs Autos überholt. Jetzt geht es darum alles genau zu analysieren und zu verstehen, was an diesem Wochenende speziell im Qualifying passiert ist. Das ist im Moment ganz klar unser schwächster Punkt.“


DTM / ND

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