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DTM: Glock glaubt an Titel für Ekström

Glock selber blickt auf eine erfolgreiche fünfte Saison in der DTM zurück

13.10.2017 (Speed-Magazin.de) Ein einziger Punkt fehlt Timo Glock. 57 Zähler hat der BMW-Pilot in der Gesamtwertung Rückstand auf Mattias Ekström. 56 sind insgesamt an diesem Wochenende in Hockenheim noch zu vergeben. Damit kann der ehemalige Formel-1-Pilot den Titel in dieser Saison nicht mehr holen. Und: Dem Schweden gönnt er den dritten Titel in der DTM aber offensichtlich nicht. Eher dessen Audi-Markenkollegen, die momentan auf den Plätzen zwei bis vier folgen.

„Wenn der Mattias den Nico ordentlich eingestellt hat für’s Wochenende, dann hat er die besten Chancen“, kann sich Glock einen Seitenhieb in Richtung seines langjährigen Widersachers nicht verkneifen. „Das hat er ja über die letzten Rennen demonstriert, wie man das maximiert und ordentlich hinbekommt. Am Ende würde es mich freuen, wenn René Rast, oder Jamie Green oder Mike Rockenfeller den Titel gewinnen, weil die das mit eigener Kraft geschafft haben.“ Nico Müller war in dieser Saison bereits mehrfach ins Kreuzfeuer der Kritik von Mercedes- und BMW-Fahrern geraten, die ihm vorwarfen seine Strategie zugunsten von „Eki“ ausgerichtet zu haben.

Glock selber blickt auf eine erfolgreiche fünfte Saison in der DTM zurück. Insbesondere bei den Rennen am Samstag war er stark. In Hockenheim und Budapest wurde er Zweiter. In Zandvoort siegte er sogar. Mit 115 Punkten ist er derzeit Siebter. Bis dato war ein neunter Platz in 2013 seine beste Gesamtplatzierung. „Meine Saison hatte viele Höhen und Tiefen. In meinem fünften DTM-Jahr wollte ich einen Schritt nach vorne machen und mich unter den Top Fünf etablieren, das ist mir in großen Teilen gelungen. Ich kann immer noch unter die Top Drei kommen, wenn alles perfekt läuft. Das wird mein Ziel sein an diesem Wochenende“, sagte Glock.

Auf ein überraschend sehr gutes Jahr blickt René Rast zurück. Der Rookie gewann jeweils ein Rennen in Budapest, Moskau und Spielberg und holte zwei Pole Positionen in Budapest. „Vor meinem ersten Rennen in Hockenheim war ich damals sehr nervös. Ich konnte nicht einschätzen, wie schnell ich bin. Es gab viele Fragezeichen. Jetzt trete ich zum Finale mit drei Siegen im Rücken an. Ich weiß, ich bin wettbewerbsfähig. Ich kann Rennen gewinnen. Ich habe viel weniger Druck. Ich habe schon um viele Meisterschaften gekämpft. Aber, ich war vorher noch nie so entspannt. Die DTM war für mich viele Jahre eine verschlossene Tür. Ich wollte immer allen zeigen, dass ich einen Platz in der Serie verdient habe. Die Erfolge haben mich gelassen gemacht“, blickt Rast zurück, der mit 21 Punkten Rückstand auf Ekström der erste Verfolger seines Markenkollegen ist. „In der Rolle des Jägers fühle ich mich sehr wohl. Mein Plan für das Wochenende ist Vollgas, es gibt nichts Anderes. Das Wetter soll stabil bleiben, Sonne und trocken. Das ist für unser Auto gut.“

Nicht erfüllen konnte Paul Di Resta die Erwartungen in dieser Saison. Derzeit ist der Mercedes-AMG-Fahrer mit 99 Punkten nur Zehnter. Nur 2014 war der Schotte im Gesamtklassement der DTM mal schlechter positioniert. Immerhin gewann er in Budapest ein Rennen und fuhr am Nürburgring zweimal aufs Podest. „Ich hatte viele Höhen und Tiefen und bin nicht wirklich zufrieden mit meiner Saison. Ich will immer Rennen gewinnen. Aber, um realistisch zu sein, ich hoffe, dass ich hier einen Podiumsplatz holen kann. Das würde für mich die lange Winterpause erträglicher machen. Das wäre schon eine große Leistung.“ Di Resta setzt im Titelkampf im Übrigen auf Ekström. „Mattias ist in einer starken Position. Er ist ein weiser, alter Hase. Lucas Auer hat aber nach wie vor die Chance auf den Titel. Das muss unser Ziel sein, das noch möglich zu machen.“


DTM / JM


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