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DTM: Das Beste oder Nichts - der bisherige Verlauf der DTM-Saison für Mercedes

Mal glänzend, mal matt

11.08.2017 (Speed-Magazin.de) Das Beste oder Nichts, mit diesem prägnanten Mercedes-Slogan ist der bisherige Verlauf der DTM-Saison der Stuttgarter treffend beschrieben. Mal glänzte der Stern auf der Motorhaube, mal wirkte er farb- und kraftlos. Spektakulär ging es los: Lucas Auer gewann von der Pole Position aus in Hockenheim das erste Rennen. Für den Österreicher war es erst der zweite Sieg in der DTM. Mit Neuzugang Edoardo Mortara (4.), Gary Paffett (7.) und Paul Di Resta (8.) fuhren vier der sechs Mercedes-AMG-Piloten in die Top Acht. Während Auer (99 Punkte) spätestens nach einem weiteren Sieg am Lausitzring neben den Audi-Piloten Mattias Ekström (113 Punkte) und René Rast (112) einen festen Platz in den Top-Drei der Gesamtwertung innehatte, fuhr der Rest größtenteils hinterher. Zwischenzeitlichen allerdings garniert mit dicken Ausrufezeichen. Neben Auer ist derzeit nur noch Gary Paffett (61) als Zehnter in den Top Ten.

In der Teamwertung ist das Team von Auer und Mortara, das BWT Mercedes-AMG Motorsport-Team auf P3
In der Teamwertung ist das Team von Auer und Mortara, das BWT Mercedes-AMG Motorsport-Team auf P3
© DTM | Zoom
Neben Dauerbrenner „Luggi“ sorgten Paul Di Resta und Maro Engel für magische Glücksmomente bei Mercedes-AMG. Der Rennsamstag am Hungaroring förderte ein überraschendes Ergebnis zutage. Von Platz 13 aus raste Di Resta nach einer frühen Safety-Car-Phase zum Sieg. Es war eine filmreife Geschichte: Der Schotte gewann sein letztes DTM-Rennen in Hockenheim 2016 zum Auftakt der DTM. Kurz zuvor war Sohn Leo auf die Welt gekommen. Dieses Mal hatte am Montag zuvor Tochter Perla das Licht der Welt erblickt. Und er triumphierte wiederum im Anschluss. Für Engel hing der Himmel nach dem zweiten Rennen auf dem Moscow Raceway voller Geigen. Es war die bisher größte Überraschung der Saison. Der Rückkehrer raste vom vorletzten Platz zu seinem ersten Sieg überhaupt in der DTM. Insgesamt 52 Rennen hatte er auf diesen Glücksmoment warten müssen. Zwei zehnte Ränge und ein neunter Platz waren in den neun Rennen zuvor die magere Ausbeute gewesen. Doch an diesem Tag schlug die Stunde des 29-Jährigen.

Diese einzigartigen Erfolge hatten zur Folge, dass Mercedes-AMG der einzige Markenhersteller ist, der in dieser Saison schon drei verschiedene Sieger stellte. Und die Stuttgarter sind auch das einzige Team in der DTM, von dem alle sechs Fahrer in diesem Jahr schon mindestens einmal auf dem Podium gestanden haben. Neben Auer, Di Resta und Engel wurden Robert Wickens einmal Zweiter und Dritter, Edoardo Mortara einmal Dritter und Gary Paffett einmal Zweiter. Dennoch hat Mercedes-AMG die wenigsten Podest-Platzierungen (9) nach BMW (10) und Audi (11) vorzuweisen. Wickens überzeugte im Übrigen auch neben dem zweifachen Pole-Setter Auer im Qualifying. Der Kanadier steuerte neben zwei zweiten Plätzen auch die dritte Pole für Mercedes-AMG bei.

Paul Di Resta sorgte für magische Glücksmomente bei Mercedes-AMG
Paul Di Resta sorgte für magische Glücksmomente bei Mercedes-AMG
© DTM | Zoom
In der Herstellerwertung hat Mercedes-AMG momentan 80 Punkte Rückstand auf Audi und mittlerweile nur noch ein Polster von 33 Zählern auf BMW. In der Teamwertung ist das Team von Auer und Mortara, das BWT Mercedes-AMG Motorsport-Team, Dritter mit 140 Punkten hinter dem Audi Sport Team Rosberg (199 Punkte/Green und Rast) und dem Audi Sport Team Abt Sportsline (149/Ekström und Müller). Auf den Rängen fünf und sieben folgen die Teams Mercedes-AMG Motorsport Mercedes me (119/Paffett und Wickens) und Silberpfeil Energy Mercedes-AMG Motorsport (82/Engel und Di Resta). Und trotz des angekündigten Ausstieges aus der DTM nach der Saison 2018 sind die rasenden Sterne weiter erfolgshungrig. „Wir werden in dieser und nächster Saison alles dafür tun, uns mit so vielen Titeln wie möglich aus der DTM zu verabschieden“, betont Motorsportchef Toto Wolff.


DTM / JM


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