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DTM auf dem Nürburgring: Das Wetter, die grosse Unbekannte

Maxime Martin

08.09.2017 (Speed-Magazin.de) Die Fahrer der DTM rechnen mit einem wechselhaften Wochenende. Vieles drehte sich bei den Prognosen der Piloten auf der Pressekonferenz am Freitag um das am Nürburgring seit jeher unberechenbare Wetter. Was unter anderem auch den Reiz der Strecke ausmacht.

„Ich freue mich immer hier zu sein. Die Strecke hat eine große Geschichte. Die Zuschauer sind wahre Motorsport-Fans. Ich habe hier vor zwei Jahren ein DTM-Rennen gewonnen und ich war auch in anderen Klassen auf der Nordschleife erfolgreich. Aufgrund der wechselhaften Witterung wird es ein schwieriges Wochenende werden. Mal trocken, mal nass, dazu die Reifenwahl. Es wird hart und interessant werden. Ich will maximal viele Punkte holen“, sagt beispielsweise Maxime Martin. Der BMW-Pilot ist derzeit mit 102 Punkten Fünfter in der Gesamtwertung. Der Belgier ist bekannt für seine starke Fahrweise auf nasser Strecke. 2013 beeindruckte Martin die Zuschauer beim 24h-Rennen am Nürburgring, als er bei strömendem Regen im letzten Stint 20 Sekunden pro Runde auf die Führenden aufholte und noch von Platz vier noch auf Rang zwei fuhr.

Martin gewann 2015 ein DTM-Rennen in der Eifel. Bei Gary Paffett liegt der letzte Erfolg etwas länger zurück. Dennoch erinnert sich der Mercedes-AMG-Pilot noch sehr gut daran und auch an das Rennen im Folgejahr. „2004 war es sonnig und heiß. Das war ungewöhnlich. 2005 war ich hier auf der Pole-Position und hätte das Rennen wohl auch gewonnen. Aber nach dem zweiten Boxenstopp bin ich bei der Ausfahrt über die weiße Linie gefahren und habe eine Durchfahrtsstrafe bekommen, somit wurde ich nur Dritter. Dieser Fehler ist mir damals das erste und letzte Mal passiert. Das Wetter ist hier unvorhersehbar. Unser Auto ist im Regen sehr gut. Es ist auf jeden Fall immer unterhaltsam hier Rennen zu fahren.“ Paffett ist mit 75 Punkten Neunter im Gesamttableau. Bei 53 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Mattias Ekström im Audi hat der Engländer wohl am Nürburgring die letzte Chance, sich noch einmal aussichtsreich im Kampf um den Titel zu positionieren.

Deutlich besser im Rennen liegt in dieser Hinsicht René Rast. Als Gesamtzweiter fehlen dem Audi-Piloten nur 14 Punkte auf Markenkollege Ekström. Und so langsam glaubt er auch an seine Chance. „Mit Sicherheit ein kleines bisschen. Mit jedem Wochenende werden es weniger Titelkandidaten. Im Moment sind es noch acht bis zehn Kandidaten. Ich gehöre dazu, das ist schön. Es sind nur noch drei Wochenenden und sechs Rennen.“

Beim letzten Rennwochenende an der niederländischen Nordseeküste war Rast mit nur zwei Punkten weit unter seinen eigenen Erwartungen geblieben. Das soll sich nun ändern. Der Rookie rechnet mit abwechslungsreichen Rennverläufen. „Zandvoort war nicht mein bestes Wochenende, das hat mich viele Punkte gekostet. Die beiden Läufe am Nürburgring werden aufgrund des Wetters teilweise chaotisch sein. Die Witterung kann sich hier ja innerhalb von fünf Minuten ändern. Generell mag ich den Regen. Da habe ich kein schlechtes Gefühl. Heute ist es nass, da können wir schon ein paar Erfahrungswerte im Freien Training sammeln. Wenn es am Sonntag trocken ist, werden die Karten neu gemischt.


DTM / ND

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