zur Startseite

DTM: Auer hat den Fokus auf die DTM, aber die Formel 1 im Hinterkopf

30.06.2017 (Speed-Magazin.de) Zwei Siege in den ersten vier Rennen machten Lucas Auer zum Shootingstar der DTM-Saison 2017. Nach der Nullnummer von Budapest musste der junge Österreicher Platz eins in der Gesamtwertung mit nur einem Punkt Rückstand auf Audi-Pilot René Rast (70 Punkte) abgeben. Am Norisring will „Luggi“ sich den Platz an der Sonne an diesem Wochenende zurückholen. Am Freitag nahm der Mercedes-AMG-Pilot im Rahmen der Pressekonferenz auch Stellung zu Gerüchten über mögliche Tests Ende Juli / Anfang August in der Formel 1. „Ich bin mit ein paar Teams in Kontakt, darunter Force India, ich würde ich mich darüber freuen, bestätigt ist aber noch nichts. Ich sitze ja jetzt hier, der Fokus liegt auf der DTM.“

Gerne erinnert sich Auer an seinen Auftritt am Norisring im Premierenjahr zurück. Im zweiten Lauf startete er als Fünfter nach dem Qualifying und verteidigte diesen Platz auch im Rennen. Es waren seine ersten Punkte in der DTM. „Mercedes-AMG war hier in der Vergangenheit immer gut. Ich persönlich habe hier in meinem ersten DTM-Jahr nach einem guten Qualifying die ersten Punkte überhaupt geholt. Ich mag die Strecke sehr, sie ist speziell sowohl für die Zuschauer, als auch für die Fahrer. Wenn du nach dem Qualifying unter den ersten Acht bist, ist hier alles möglich. Im Qualifying ist es hier schon der Wahnsinn, alles ist brutal eng zusammen. Wenn Du ein paar Hundertstel verlierst, bist Du schon nur noch Zehnter. Und im Rennen musst du clever sein, du musst schauen, wo muss ich abdecken, wo kann ich angreifen. Speziell Kurve eins und vier mit dem DRS wird kritisch.“

Mattias Ekström ist nun auch am Norisring mit dabei, mit 62 Punkten liegt er als Gesamtvierter ebenfalls aussichtsreich im Rennen. Dabei hätte der Audi-Pilot auch in seiner Heimat in Höljes gerne dem Lauf zur Rallycross-WM beigewohnt, wo er Gesamtzweiter ist. Doch Teamchef Dieter Gass nahm ihm die knifflige Entscheidung ab: „Die Jungs in Schweden schaffen das schon alleine, die wissen, was zu tun ist. Ich bin tagsüber zu hundert Prozent auf die DTM fokussiert. Bevor ich ins Bett gehe, werde ich mal schauen, was die da drüben gemacht haben“, sagt Eki, der weiß, worauf es am Norisring ankommt: „Die Strecke sieht sehr einfach aus, zwei lange Geraden, vier Kurven. Du musst alles richtigmachen, insbesondere mit den Mauern an der Seite. Hier musst Du vor allem den Verschleiß der Bremsen und der Reifen im Auge behalten.“

Zum fünften Mal steigt Timo Glock im „fränkischen Monaco“ ins Cockpit. Mehr als ein neunter Platz kam für den BMW-Fahrer bisher nicht dabei rum. „Ich liebe Stadtkurse, das Rennen zwischen den Mauern gefällt mir. Aber aus irgendwelchen Gründen fehlen mir die guten Ergebnisse am Norisring. Im letzten Jahr habe ich einen Fehler in der ersten Runde gemacht. Am Tag danach habe ich im Qualifying keine gute Runde zusammengebracht und bin dann aber noch in die Punkte gefahren. Vielleicht helfen mir die neuen Reifen in diesem Jahr.“

Nicht nur Glock auch dessen Markenhersteller hat beim Rennen rund um den Dutzendteich Nachholbedarf. Denn in der Markenwertung der DTM ist BMW mit 124 Punkten derzeit weit hinter Audi (284) und Mercedes-AMG (234) gelegen. „Die Fakten sind klar, wir sind einen Schritt hinten dran und müssen alles dransetzen, die Lücke zu schließen. In Hockenheim hatten wir einen guten Speed, standen Samstag auf dem Podium und Sonntag auf der Pole-Position. Am Lausitzring waren wir nie so gut aufgestellt. In Budapest hat es zwar zum Podium gelangt, aber die Renn-Pace war nicht ganz so, wie wir uns das erhofft hatten. Wir müssen einfach nach vorne schauen.“


DTM / JM


Die Mobile-App von Speed-Magazin.de