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DTM 2017: Nachgefragt bei Audi Sport Team Rosberg Teamchef Arno Zensen

Jamie Green 2015 und 2016 eine der Speerspitzen von Audi in der DTM

03.05.2017 (Speed-Magazin.de) Wie gefällt Ihnen der neue Audi RS 5 DTM? Arno Zensen: „Richtig gut! Das ist ein geiles, aggressives Auto mit einem tollen Design. Im letzten Jahr hat mir der alte RS 5 DTM noch gut gefallen – aber es ist unglaublich, wie groß der Unterschied ist.“

Wie groß ist die Vorfreude auf den Saisonstart der DTM?
„Groß! Die Winterpause ist einfach zu lang. Wir freuen uns, dass es endlich losgeht, auch wenn die Vorbereitungen bis zuletzt laufen. Es ist egal, ob wir im Januar oder im Mai anfangen: So richtig fertig ist man nie.“

Vieles ist neu in der DTM. Wie sehen Sie die Änderungen? Welche gefällt Ihnen am besten?
„Ein paar Dinge sind sicherlich noch gewöhnungsbedürftig. Ich mache mir etwas Sorgen, wie das mit dem reduzierten Personal noch alles zu schaffen ist. Die anderen Sachen gefallen mir gut. Die Rennen werden mit Sicherheit spannend sein. Da wir keine Heizdecken für die Reifen mehr haben, wird es auch für die Fahrer schwieriger, es wird mehr Fehler geben. Bei den Boxenstopps wird die Fehlerquote durch das neue Format auch höher sein. Das dürfte auch mal rennentscheidend sein. Dass das Rennformat Samstag und Sonntag gleich ist, finde ich gut. Da hat der Zuschauer sicherlich etwas davon. Wir müssen sehen, wie alles angenommen wird. Aber grundsätzlich finde ich gut, dass ich etwas tut.“

Neu sind in diesem Jahr wie erwähnt die Boxenstopps mit nur noch acht Mechanikern und einem Schlagschrauber je Autoseite. Was bedeutet das für die Mannschaft?
„Man muss anders trainieren. Wir haben dieses Jahr schon über 600 Boxenstopps gemacht. Zwei Mechaniker müssen nun richtig fit sein, weil sie von hinten nach vorne springen. Auch der Mann mit der Luftlanze ist wichtiger geworden, weil er die Lanze nun auch selbst abziehen muss. Es sind ganz andere Bewegungsabläufe gefragt. Wir haben mit dem Trainer alle Varianten ausprobiert. Jetzt schauen wir mal, wer besser ist: wir oder die anderen.“

Was ist sonst noch neu im Audi Sport Team Rosberg?
„René (Rast) ist natürlich neu. Auf den freuen wir uns richtig. Er hat letztes Jahr in Zandvoort ja Adrien Tambay vertreten und dabei einen tollen Job gemacht. Er ist im Rennen eine Sektorenbestzeit gefahren, das macht man nicht aus Versehen. Beim Test hat er sich gut angestellt, er war schon oft bei uns in der Firma und bringt sich sehr gut ein. Ich glaube, er fühlt sich auch ganz wohl hier. Wir sollten mannschaftlich sehr stark sein, um auch ein Wort um die Teammeisterschaft mitreden zu können. Er hat mit Florian Rinkes auch einen neuen Renningenieur, auf den wir große Hoffnungen setzen. Wir sind gut vorbereitet und gehen hoch motiviert in die neue Saison.“

Wie sehen die letzten Tage vor dem Saisonauftakt aus?
„Die Jungs waren noch in Neuburg für die Roll-outs und die Qualitätssicherung. Über das lange Wochenende durften alle noch einmal ausruhen. Das ist wichtig für die Mechaniker, denn es waren doch harte Wochen. Das ist jedes Mal so, wenn man neue Autos baut. Das wird sich nie ändern.“

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die neue Saison?
„Ich habe bei uns zwei schöne Pokale stehen: einmal für den zweiten und einmal für den dritten Platz in der Meisterschaft. Der große Pott fehlt mir noch, den will ich unbedingt haben. In der Teammeisterschaft möchte ich mich auch nach oben orientieren. Jamie (Green) war in den letzten Jahren eine sichere Bank und hat bei den Tests gezeigt, dass er das noch immer ist. Auch er hat noch keine Meisterschaft gewonnen und ist entsprechend motiviert. Und natürlich wollen wir auch mithelfen, dass Audi wieder Markenmeister wird.“


Audi Motorsport / JM


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