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Die DTM am Nürburgring: Ring-Kampf, Manege frei und spektakuläre Stunts

Ring frei - hieß es 2003 für eine einzigartige Doppel-Veranstaltung

01.09.2017 (Speed-Magazin.de) Ein perfekter Rahmen schmückt jedes Bild. Dies gilt im übertragenen Sinne auch für die DTM, die am Nürburgring bereits 50 Veranstaltungen ausgetragen hat. Neben hochklassigem Motorsport setzte die Tourenwagen-Serie immer wieder Glanzlichter abseits der Strecke: Die Boliden bildeten die Kulisse für eine Krimiserie, die Piloten wirkten als Nebendarsteller in einer Soap mit, prominente Künstler sorgten für Gänsehaut-Momente, ein Zirkus brachte Kinderaugen zum leuchten und sogar ein WM-Boxkampf bereicherte das Rahmenprogramm.

Ring frei – hieß es 2003 für eine einzigartige Doppel-Veranstaltung. Der Supermittelgewichts-Champion der WBC, Markus Beyer, trat gegen den australischen Herausforderer Danny Green an. Vor dem ersten Gong für die Boxer gab es eine Premiere. Die besten Zehn des Qualifyings fuhren am späten Samstagabend auf dem Nürburgring unter Flutlicht um die Super-Pole. Qualifying bei Nacht – das hatte es in der DTM noch nicht gegeben. „Ich bin Fahren bei Dunkelheit gewöhnt, schließlich komme ich aus Schweden und da ist es manchmal nur wenige Stunden am Tag hell“, ulkte Mattias Ekström vor dem Einzelzeitfahren, das Mercedes-AMG-Pilot Marcel Fässler für sich entschied. „Für die Fans war das eine tolle Sache. Die glühenden Bremsscheiben, die großen Auspuff-Flammen – das sah klasse aus“; schwärmte Opel-Pilot Manuel Reuter.

Erdogan Atalay
Erdogan Atalay
© DTM | Zoom
Beyer verteidigte unterdessen gegen Green erstmalig seinen Titel. Der Australier schickte Beyer in den ersten beiden Runden zu Boden, wurde dann aber wegen eines absichtlichen Kopfstoßes in Runde fünf disqualifiziert. Der Ring rockte damals aber auch musikalisch: Neben DTM und Boxen sorgten Jeanette, No Angels und Right said Fred für musikalische Höhepunkte.

Ebenfalls 2003 wurde Timo Scheider kurzfristig zum Hauptdarsteller in einer Daily Soap. Mit seinem rot-schwarzen Opel Astra V8 Coupé spielte er in der ARD-Vorabendserie „Marienhof" den Rennfahrer „Sven“. Zahlreiche Einstellungen dieser Daily-Soap-Episode wurden mit dem 470-PS-Tourenwagen am Nürburgring gedreht. Und auch bei der beliebten RTL-Krimi-Serie „Alarm für Cobra 11 – die Autobahnpolizei“ drehte sich 2014 alles um die DTM. Im Rahmen des Rennens auf dem Nürburgring fanden Teile der Dreharbeiten für die erste von acht Folgen der 26. Staffel statt. Die beiden Hauptdarsteller Erdogan Atalay und Vinzenz Kiefer schnupperten während der Dreharbeiten DTM-Luft. „Ich finde die DTM klasse – die Atmosphäre, den Lärmpegel und überhaupt den ganzen Zirkus. Es war ein wundervoller Dreh“, sagte Atalay, der seit der ersten Folge den Autobahnhelden Semir Gerkhan spielt. Und auch Serien-Kollege Kiefer war von der DTM begeistert: „Durch die Dreharbeiten waren wir mittendrin, das Brüllen der Motoren habe ich am ganzen Körper gespürt, das war der Hammer.“ Der Titel „Das letzte Rennen“ war Programm – auch für einen Mercedes-Benz C63 AMG-Coupé, der in gewohnter Manier in einen spektakulären Stunt verwickelt wurde. Eine Gastrolle spielte dabei Ex-DTM-Fahrer Ralf Schumacher.

DTM-Zirkus anno 2001
DTM-Zirkus anno 2001
© DTM | Zoom
2001 schlug ein Familienzirkus bei der DTM seine Zelte auf. Den jungen Zuschauern wurde dabei kein fertiges Programm serviert, Ausprobieren und Mitmachen war stattdessen angesagt. Denn neben der Show in der Manege konnten die Kinder und Jugendlichen auch selbst in das Rund der 26 Meter breiten Kuppel des zentralen Galazeltes mit 700 Sitzplätzen steigen, um sich von Artisten zirkusreife Tricks beibringen zu lassen. In der Manege präsentierten sich auch DTM-Boliden und ihre Piloten. Mercedes-Fahrer Bernd Mayländer fuhr im Mini-Kart, Opel-Pilot Michael Bartels auf dem Dreirad und Christian Abt wanderte auf den Händen durch die Manege. Wem der Weg ins Fahrerlager zu weit war, der setzte sich in die eigens für die Zirkusbesucher eingesetzte Bimmelbahn, die zwischen Fahrerlager und Zirkuszelt pendelte.

In diesem Jahr schreibt die DTM vom 8. bis 10. September ein weiteres Kapitel Nürburgring-Geschichte. Und die Fans dürfen sich auf packende DTM-Action freuen.


DTM / RB

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