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Genf Autosalon 2017: Volkswagen-Konzern baut sein erstes Auto namens Sedric

Matthias Müller und Sedric

11.03.2017 (Speed-Magazin.de) Eine Premiere der besonderen Art präsentierte heute (6. März) Matthias Müller, Vorstandvorsitzender des Volkswagen-Konzerns, bei der Veranstaltung des Unternehmens am Vorabend des ersten Pressetags in Genf: Nicht die Marken, sondern der Konzern bringt ein Konzeptfahrzeug mit zum Genfer Automobilsalon. Vom 9. bis 19. März kann das Publikum nun Sedric bestaunen – kurz und englisch für Self Driving Car. Die Studie soll zeigen, wie vollständig autonome Fahrzeuge für die Stadt in Zukunft aussehen können.

„Die Zukunft der Mobilität ist vielfältig, bunt und faszinierend. Mit Sedric schauen wir weit nach vorne: Es zeigt, wie ein neues, integriertes Gesamtsystem Mobilität in der Zukunft funktionieren kann.“ Mit diesen Worten stellte Müller den Sedric vor. Mit dem ersten, konzerneigenen Self-Driving-Car gibt der Volkswagen Konzern in Genf nun erstmals einen konkreten Ausblick für automatisiertes Fahren der höchsten Stufe (Level 5). Ein Druck auf den One-Button genügt und das Fahrzeug fährt vor – voll elektrisch, voll vernetzt und voll autonom. Es erledigt sämtliche Fahrfunktionen smart und selbständig – ohne Lenkrad, Pedale oder Cockpit.

„Sedric ist Vorreiter und Ideengeber für das autonome Fahren. Viele Elemente und Funktionen dieses Concept Cars werden wir in den kommenden Jahren in den Fahrzeugen unserer Marken wiederfinden“, so Müller. Sedric sei aber mehr als eine Studie. Er sei das erste Concept Car aus dem Volkswagen-Konzern – erdacht, entwickelt und gebaut im Volkswagen Group Future Center in Potsdam gemeinsam mit der Volkwagen Konzernforschung in Wolfsburg.

„Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Der Volkswagen Konzern wird auch in Zukunft keine Autos bauen. Diese Aufgabe ist bei den Marken bestens aufgehoben. Aber unser Concept Car steht für ein neues Selbstverständnis und für eine neue Form der Zusammenarbeit und des Know-how-Transfers im Konzern“, führte der Vorstandsvorsitzende abschließend aus. Der Volkswagen Konzern wolle aber künftig stärker als Impulsgeber und Inkubator für Ideen auftreten und die Kreativität, die Kompetenz und das Wissen der Konzernfamilie zusammenführen - mit dem Ergebnis, dass Innovationen noch schneller zu den Kunden kommen werden.

Der Volkswagen-Konzern hat mit „Together – Strategie 2025“ den größten Transformationsprozess seiner Geschichte auf den Weg gebracht. Das Ziel: Volkswagen soll einer der weltweit führenden Anbieter nachhaltiger Mobilität werden. Auf diesem Weg hält das Unternehmen an seinen traditionellen Stärken im klassischen Automobilbau fest, setzt aber neue Schwerpunkte.

Allein im laufenden Jahr werden über die Konzernmarken hinweg weltweit rund 60 neue Fahrzeuge den Weg zu den Kunden finden. „Bei allen Reformen und bei all dem Tempo, das wir in den nächsten Jahren vorlegen, werden wir stets danach streben, die Stärken unserer Fahrzeuge weiter auszubauen. Mobilität, Innovationen, Technik und Sicherheit für viele zugänglich zu machen, bleibt Teil unserer DNA“, betonte Müller. Gleichzeitig wird der Volkswagen Konzern weiter mit voller Kraft an den großen Zukunftsthemen arbeiten. So soll die Elektromobilität mit aller Konsequenz vorangetrieben werden. Bis 2025 kommen mehr als 30 rein elektrisch betriebene Fahrzeuge auf den Markt.

Neben dem neuen Geschäftsfeld für Mobilitätslösungen werden die Batterietechnologie, Autonomes Fahren und Künstliche Intelligenz zu neuen Volkswagen Kernkompetenzen ausgebaut. Dazu arbeiten im Konzern in mittlerweile 37 Kompetenzzentren und Digital-Labs weltweit – von San Francisco über Barcelona und Berlin bis nach Peking – an Lösungen für die digitale Welt von morgen.

„Audi und Volkswagen sind seit langem Pioniere des autonomen Fahrens. Für uns definiert das den Anspruch, auch die nächsten Evolutionsstufen auf dem Weg zum selbstfahrenden Automobil mitzuprägen und für unsere Kunden in Serie zu bringen. Wir glauben an die Zukunft dieser Technologie und an ihr langfristiges revolutionäres Potenzial“, so Müller. Der Vorstandsvorsitzende kündigte an, dass der Konzern in den nächsten Jahren mehrere Milliarden Euro in diese Kerntechnologie investieren werde. Zudem hole man Top- Spezialisten an Bord und sei dabei, die Kräfte im Konzern zu bündeln.


AMPNET / DW


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