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Genf 2017: Land Rover Discovery nimmt Drohne aufs Dach

Land Rover Discovery Project Hero

08.03.2017 (Speed-Magazin.de) Mit dem „Project Hero“ stellt Land Rover auf dem Genfer Autosalon (–19.3.2017) den neuen Discovery in einer besonderen Ausführung vor. Fachleute der Jaguar Land Rover Special Vehicle Operations (SVO) haben den Wagen so umgerüstet, dass sein Dach als Basisstation für eine leistungsfähige Drohne dient. Ein integriertes Landesystem mit der Weltneuheit einer Selbstzentrierungs- und Magnet-Haltetechnologie erlaubt dabei Starts und Landungen auch während der Fahrt. Das Fahrzeug soll tatsächlich eingesetzt werden.

Befindet sich der unbemannte Flugkörper in der Luft, können die Kamerabilder live zu den Rettern übertragen werden. Damit wird es den Helfern möglich, schneller und effektiver auf Ereignisse wie Erdrutsche, Überflutungen, Erdbeben oder Lawinen zu reagieren. Denn oftmals verändern die Naturkatastrophen die Landschaft dramatisch, sodass Karten wertlos werden. Das macht es noch schwieriger, Überlebende aufzuspüren und zu retten. Die Drohne verschafft den Einsatzkräften dann den Überblick aus der Vogelperspektive und hilft, wertvolle Zeit zu gewinnen. Sie wird über eine Tablet-App gesteuert.

© Land Rover | Zoom
Neben der Integration des Drohnensystems auf dem Dach unterzog die Umbauabteilung SVO vor allem das Heck des Discovery einer gründlichen Überarbeitung. So erhielt der Kofferraum einen Schwerlast-Schiebeboden im Kofferraum, eine Trennplatte hinter der Rücksitzbank bietet Befestigungsmöglichkeiten für Ausrüstungsgegenstände, zusätzliche Stromanschlüsse sind mit diversen Steckermodellen aus aller Welt kompatibel und strategisch positionierte LED-Leuchten verbessern die Sicht bei Nacht. Nicht nur innen, sondern auch an der Außemseite wurden Staufächer geschaffen.

Der Drohnen-Discovery ist kein reines Showobjekt. Ab Juni übernimmt das österreichische Rote Kreuz Project Hero. Der Drohnen-Discovery wird dann zwölf Monate lang im Rotkreuz-Trainingszentrum in Erzberg in der Steiemark sowie in Wien zum Einsatz kommen. Die Retter nutzen die Drohne unter anderem für Übungen, um Wege der Nothilfe zu entwickeln – außerdem für Simulationen komplexer Szenarien von Naturkatastrophen, etwa bei Nacht oder in dichten Wäldern. Darüber hinaus wird Project Hero auch Unterstützung bei konkreten Notfällen leisten, etwa wenn das Rote Kreuz bei heftigen Schneefällen oder Hochwasser gefragt ist. Damit können die Helfer in der sicheren Umgebung des Discovery bleiben, während die Drohne die Verhältnisse aus der Luft erkundet.

Land Rover und das Rote Kreuz verbindet seit 1954 eine Partnerschaft.


AMPNET / DW


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