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Blancpain GT Series: Fabian Schillers zweite Saisonhälfte beginnt an der Cote d’Azur

Im Le Castellet startet am Wochenende das sechste von zehn Rennen der Blancpain GT Serie

22.06.2017 (Speed-Magazin.de) Dort wo andere Urlaub machen, wartet am kommenden Wochenende ein hartes Stück Arbeit auf Fabian Schiller. Auf dem Circuit Paul Picard am Rande der südfranzösischen Ortschaft Le Castellet, nur etwa 20 Kilometer entfernt von Bandol an der Côte d’Azur, startet der 20-jährige Sportwagenpilot aus Troisdorf beim sechsten Rennen der Blancpain GT Serie. Die insgesamt zehn Veranstaltungen der Saison 2017 teilen sich auf in je fünf Sprint- sowie fünf Langstreckenrennen und nachdem es zuletzt im belgischen Zolder zwei Mal über nur je eine Stunde ging, werden die Piloten sich in Frankreich einem Marathon über nicht weniger als sechs Stunden stellen. Als zusätzliches Highlight werden die „1000 Kilometer von Paul Ricard“ als Nachtrennen ausgerichtet. Der Start erfolgt am Samstag um 18:00 Uhr und erst kurz nach Mitternacht werden die Teilnehmer die schwarzweiß-karierte Flagge sehen.

Mit seiner bisherigen Saisonleistung kann Fabian Schiller absolut zufrieden sein. Sowohl auf ihm bereits bekannten Kursen wie auch auf neuen Rennstrecken machte der in Bonn geborene Rennfahrer stets mit beeindruckenden Rundenzeiten auf sich aufmerksam. Zur Halbzeit führt er deshalb zusammen mit seinem niederländischen Teamkollegen Jules Szymkowiak völlig verdient den Silver-Cup für junge Nachwuchspiloten mit deutlichem Vorsprung an. Für den bevorstehenden Lauf des Blancpain GT Series Endurance Cup werden die Uhren allerdings wieder auf Null gestellt, denn in den Langstreckenrennen der beliebten europäischen Sportwagenserie gibt es eine eigene Wertung und die Fahrerpaarungen werden neu gemischt. So wird Schiller zwar wie gewohnt im HTP-Mercedes mit der Startnummer 85 sitzen, aber diesmal wechselt er sich am Lenkrad des mehr als 550 PS starken 6,3-Liter-V8-Boliden mit dem Österreicher Dominik Baumann und dem Schweden Edward Sandström ab.

© Blancpain GT Series | Zoom
Das Sechs-Stunden-Rennen stellt nicht nur wegen seiner doppelten Länge sondern auch wegen der extrem starken Konkurrenz eine besondere Herausforderung für das internationale Trio dar. Die Teilnehmerliste mit Fahrzeugen wie Aston Martin V12, Audi R8 LMS, Bentley Continental GT3, BMW M6, Ferrari F488, Jaguar G3, Lamborghini Huracan GT3, McLaren 650 S, Mercedes-AMG GT3, Nissan GT-R sowie Porsche 991 GT3-R umfasst praktisch alle großen und international erfolgreichen Sportwagen-Konstrukteure.

Der Circuit Paul Ricard ist Fabian Schiller bestens bekannt, denn auf dem hochmodernen Kurs hat der Rheinländer erst im vergangenen Jahr die Rennen der Renault Sport Trophy absolviert und sich wenig später bereits vorzeitig zum Meister krönen lassen. Zwischen 1971 und 1990 gastierte die Formel 1 in Südfrankreich und trug hier den Großen Preis von Frankreich aus. Danach wurde das gesamte Areal nach neuesten Sicherheitsrichtlinien umgebaut und zunächst als Teststrecke genutzt. Seit 2006 finden in Le Castellet wieder zahlreiche internationale Automobil- und Motorradrennen statt und für 2018 hat auch der Grand Prix-Zirkus seine Rückkehr in das Département Var angekündigt. Das Layout des Strecke lässt durch Querverbindungen eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten zu. Die Blancpain GT Serie nutzt jedoch den Gesamtkurs mit einer Länge von 5842 Metern, der vor allem durch die mit 1,6 Kilometern extrem lange Mistral-Gerade bekannt wurde, die aber inzwischen durch eine Schikane entschärft wurde.

© Blancpain GT Series | Zoom
„Wir hatten bereits Anfang des Jahres gemeinsame Testfahrten der Blancpain-Serie in Paul Ricard und sind dort sehr gut zurecht gekommen. Die Strecke sollte unserem Auto liegen“, gibt sich Fabian Schiller vor dem Rennwochenende zuversichtlich. „Für unser Team dient das Rennen hauptsächlich zur Vorbereitung auf Spa-Francorchamps, denn das 24-Stunden-Rennen dort ist der absolute Höhepunkt der Saison. Das Rennen jetzt am Samstag geht zwar bis in die Nacht hinein, aber ich denke, zumindest in den Anfangsstunden wird es sehr heiß werden. Insofern ist das eine gute Generalprobe für Spa. Die Strecke ist cool, ich mag sie sehr gerne. Mein Teamchef Norbert Brückner und ich sind optimistisch, dass wir dort gut aussehen und ein paar Punkte für die Meisterschaft mitnehmen können.“


F. Wagner / Schiller Motorsport / DW


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