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Blancpain GT Series Asia: Platz drei für Patric Niederhauser bei Renndebüt in Suzuka

GruppeM Racing-Pilot Patric Niederhauser fährt in Suzuka auf Platz drei und fünf

04.07.2018 (Speed-Magazin.de) Nach den beiden Europarennen im Rahmen des Blancpain GT Series Endurance Cups reiste Patric Niederhauser vergangenes Wochenende wieder nach Fernost. Diesmal stand für den Schweizer die dritte Rennveranstaltung der Blancpain GT Series Asia auf dem Programm - ein Wochenende, auf das sich der 26-Jährige besonders gefreut hat. Für Niederhauser stand nämlich sein Streckendebüt auf dem Suzuka Circuit in Japan auf dem Programm. Auf dem historischen, technisch höchst anspruchsvollen Kurs belegten Niederhauser und sein Teamkollege Markus Pommer in den beiden Rennen Rang fünf und drei. Mit nun insgesamt 75 Punkten liegt der Schweizer lediglich 19 Zähler hinter den beiden Führenden in der Fahrerwertung der Blancpain GT Series Asia. 

Von der ersten Session an kam Niederhauser auf der 5,804 Kilometer langen Strecke gut zurecht. GruppeM Racing machte bereits im Vorjahr mit einem Sieg in Lauf zwei eine äußerst gute Figur in Suzuka. Daher galt es für Niederhauser und Pommer, daran anzuknüpfen. Nach Startplatz drei im Qualifying ereilte das Fahrerduo Pech im ersten der beiden Rennen. Niederhauser überquerte die Ziellinie als Fünfter. Das Glück war dem Schweizer und seinem Teamkollegen im zweiten Rennen hold. Von Startplatz sechs verbesserte sich das Duo auf den dritten Platz.

Die zweite Saisonhälfte der Blancpain GT Series Asia leitet das kommende Rennwochenende auf dem Fuji Speedway (21. bis 22. Juli) ein.

Patric, wie war dein Debüt auf einer der legendärsten Strecken der Welt?
Es war unglaublich. Ich bin mit extrem hohen Ansprüchen an die Strecke gereist und war dann dennoch ziemlich baff, wie klasse die gesamte Anlage ist. Es gibt viele Kurse, die man als "old school" bezeichnet, wo es aber gleichzeitig riesige Auslaufzonen gibt. Suzuka ist da ganz anders. Es ist alles sehr eng und schmal, die Kiesbetten erlauben keinerlei Fehler, sei er noch so klein. Nach gerade einmal einem Rennwochenende ist mir bereits klar, dass ich mit dem Suzuka Circuit eine neue Lieblingsstrecke habe.

Dass dir die Strecke liegt, hast du mit einer klasse Performance unter Beweis gestellt...
Das Team und wir Fahrer waren top vorbereitet. Wir waren vom ersten Training an voll bei der Musik. Im zweiten Qualifying bin ich hinter dem Steuer gesessen und habe trotz mehr Gewichts an Bord die drittschnellste Zeit gedreht. Doch leider wurde mir die Zeit nach Ablauf des Qualifyings wegen Überschreitens der Track Limits aberkannt. Wäre die Strafe noch während des Zeittrainings ausgesprochen worden, wäre ich noch einen weiteren Run gefahren, um mich weiter vorne zu platzieren. So sprang leider nur Platz sechs für uns heraus.

Im zweiten Rennen habt ihr euch aufs Podium vorgekämpft. Was ist passiert?
Das war ein verrücktes Rennen. Ich hatte einen guten Start und habe eine Position gutgemacht. Vor mir lag nun der Meisterschaftsführende, den ich den gesamten Stint über unter Druck gesetzt habe. Mir war auch klar, dass er noch eine Fünf-Sekunden-Strafe absitzen musste. Wäre ich also hinter ihm geblieben, hätten wir ihn an der Box überholen können. Zudem wären im zweiten Stint zwei etwas langsamere Fahrer hinter dem Steuer gesessen, die Markus sicherlich überholt hätte. Kurz bevor das Boxenfenster geöffnet hat, gab es vor uns einen Unfall. Wir haben die darauf folgende Safety-Car-Phase genutzt und sind sofort an die Box. Markus kam darauf als Vierter zurück auf die Strecke. Gegen Rennende kam das Safety Car erneut auf die Strecke. Als der Restart anstand, ist der Führende plötzlich in die Box abgebogen - und das aus unersichtlichem Grund. Dadurch fiel er natürlich weit zurück und wir schafften mit etwas Glück den Sprung auf das Podium.

Das Glück des Tüchtigen werdet ihr wohl auch beim kommenden Rennwochenende haben...
Das hoffe ich stark. Ich selbst war noch nie in Fuji unterwegs, freue mich aber schon ungemein auf den Kurs. Die Strecke ist insgesamt etwas moderner, wird aber auch eine Menge Spaß machen. Ich werde die kommenden zwei Wochen dazu nutzen, mich im Simulator ideal auf das Rennen vorzubereiten. Generell denke ich, dass die Streckenführung dem Mercedes-AMG GT3 sehr entgegenkommen sollte. Das wird auch wichtig sein, um weiter an der Spitze mitzukämpfen und dem Meisterschaftsführenden auf die Pelle zu rücken.


Patric Niederhauser PR / JM


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